Archiv für Kategorien:

TOP 10

Wie Du heißt …
Berliner Doom

https://youtu.be/wgFpXeA87Hw

Berliner Doom (Achtung: Wortspiel) strahlt mit ihrem neuen Album Notre Doom  (Achtung: noch ein Wortspiel) (2025) das trashige, rauchige Flair einer verrauchten Garagenkneipe aus, mit Bass, Synthie und diesem unwiderstehlichen lispelnden französischen Akzent. „Wie du heißt“ ist eine melancholisch-sehnsüchtige Wave-Ballade über flüchtige Liebschaften im Berliner Sommer, über urbanen Begegnungen mit ungewissem Ausgang und das leichte Berlin-Feeling zwischen U-Bahn, Dealerpark und Kneipe.

TOP 9

In the event of
Katatonia

https://youtu.be/WQKJ4cUGEZg

Ist das schon Metal oder immer noch Hard Rock? Whatever: So eindringlich singen wenige über das Ende der Welt. Katatonia, die schwedischen Rocker der melancholischen Klanglandschaften, liefern mit ihrem 2025er Album Nightmares As Extensions Of The Waking State (das Cover des Jahres!) erneut eine düstere und tiefgründige Reise ins Reich der Albträume, die sich nun in unsere Wachzustände schleichen. Der abschließende Track „In the Event Of“ schließt das Album nicht mit einem pompösen Crescendo, sondern mit einem leisen, fast schwebenden Ausklang — wie das Verlöschen einer Kerze, wenn man sich noch nicht sicher ist, ob irgendwann wieder Licht kommt. Ein treffendes Sinnbild für die zerrissene, taumelnde Gegenwart:
At the end of days
Awaiting the blast
And thе wild blue yonder
Synchronized
Suicide
Eight bells
For what I’ve seen

Und wie kann man das Elend der Kriege besser zusammenfassen als mit den beiden Schlusszeilen des Songs:
Mothers waiting in rows
For the shadows of their children

TOP 8
Schadenfreude
Baxter Dury

https://youtu.be/8aDR5Wuhj6Q

Baxter Dury — ja, er ist der Sohn des legendären Ian Dury — die Älteren werden sich an   Sex & Drugs & Rock’n Roll erinnern (nicht nur daran, sondern auch an den Song). Der Sohnemann liefert seit über zwei Jahrzehnten sein ganz eigenes „easy-verpeiltes“ Soundbild aus Wave, Indie-Pop und Post-Disco.  Sein neues Album Allbarone (2025) fokussiert elektronischen Pop und tanzbare Synth-Grooves.

„Schadenfreude“ ist neben Weltschmerz, Zeitgeist, Waldsterben und Kindergarten eines der wenigen deutschen Wörter, die es in den englischen Wortschatz geschafft. Im Video zelebriert Dury das stille, bittere Vergnügen am Scheitern anderer: billige Airlines, gescheiterte Träume, Hotels, dazu ein Cocktail aus Eifersucht und Verachtung. Der Ton kühl, und von feinem Zynismus durchzogen. Ein Soundtrack für moderne Verlierer mit existenzieller Zerbrechlichkeit und  morbidem Vergnügen am Scheitern.

TOP 7

She Knows me
(Poliça)

https://youtu.be/gGUkrbocKyg

Poliça schafft es in der Jahresbilanz immer unter die TOP 10 zu kommen, wenn jeweils ein neues Album auf den Markt gekommen ist.  2011 in Minneapolis gegründet, ist die Band bekannt für ihre Mischung aus Elektro-, Indie- und Art-Pop — mit einer Besonderheit: Sie setzen seit jeher auf doppelte Schlagzeuge und Bass, kombiniert mit der markanten, oft mit Effekten verfremdeten Stimme Channy Leaneagh.

She Knows Me vom neuen Album Dreams go ist puristischer. Der Song und markiert eine Neuerung: Erstmals spielt Channy eine akustische Gitarre mit Nylonsaiten — eine kleine, aber bedeutsame klangliche Öffnung des bisher eher synthetischen Poliça-Sounds. Dafür verkleidet sich die Sängerin in eine Straßenmusikerin und lässt ihren Bandkollegen spenden …
Der Kontrast aus zerbrechlicher Akustik und subtiler Elektronik erzeugt eine ergreifende Intimität — ein Sound zwischen Melancholie und Hoffnung. Und wenn sie dann noch unsere Situation der 60+ Generation beschreibt, trifft sie uns tief im Herzen:
We only started
The life
And we barely any time left alive …

TOP 6.1
Tuanaki Atoll
(Beirut)

https://www.youtube.com/watch?v=SNCsW9kRQEw&list=RDSNCsW9kRQEw

Tuanaki Atoll stammt vom im April 2025 veröffentlichen Konzeptalbum A Study of Losses der Berliner Band Beirut, das teils in Berlin produziert wurde. Beirut ist bekannt für seine Mixtur aus Indie-Folk, Balkan- und osteuropäischer Volksmusik, Weltmusik und barockem Pop, wodurch ein Klangraum entsteht, der gleichermaßen nostalgisch, wanderlustig und kulturübergreifend wirkt. Der Song bezieht sich auf Tuanaki, eine im 19. Jahrhundert plötzlich verschwundene Inselgruppe im Südpazifik — beschrieben als ein Eden‑ähnlicher Ort, dessen Bewohner so friedlich und großzügig gewesen seien, dass sie in ihrer Sprache kein Wort für Krieg oder Mord hatten. Der Song beruht auf einem auf ein „sweet and breezy“ Ukulele‑Motiv, das leicht, luftig — fast unbeschwert — klingt. Doch der Kontrast liegt im Detail: Unter der Ukulele lauert eine melancholische Grundstimmung, als wolle der Song uns sagen: „Paradiese existieren vielleicht — aber sie weinen, wenn sie untergehen.“

So ist der Song als Teil des Konzeptalbums Study of Losses ein größeren Gedankenspiels über Verlust, Vergänglichkeit und verlorene Welten. Und Beirut liefert seine Kernkompetenz: Sie singt von Sehnsucht und Vergänglichkeit, von der Schönheit der untergehenden Welt.

TOP 6.2

Un enfant pour toujours
Zaz
https://youtu.be/VggsLyUGwvc

Zaz, wuchs klassisch mit Violinen-, Klavier- und Gesangsunterricht auf — eine Ausbildung, bei der sie Solfège, Geige, Klavier, Gitarre und Chorstudien erlernte und sich schon früh musikalisch breit aufstellte. Un enfant pour toujours, erschienen 2025 auf ihrem sechsten Album Sains et Saufs, greift ein existenziell belastetes Thema auf: Ein innerer Monolog einer Person, die einen Verlust mit sich trägt –den eines Kindes. Es bleibt offen, ob es um ein verstorbenes Kind handelt, um ein verlorenes Geschwisterkind oder das eigene innere Kind. Das zentrale Motiv ist der poetische Balanceakt: Einerseits das Gewicht von Schuld, Verlust und Innenzwängen („Qui ai-je remplacé?“, „Comment me libérer?“), andererseits der Entschluss zur Selbst-Befreiung und zum Loslassen („Je te laisse au carrefour du souvenir, de l’oubli“). In dieser Doppelbödigkeit zeigt Zaz, dass sie nicht nur Stimmenakrobatik beherrscht — sondern ein feines Gespür dafür hat, wie man mit Musik das Unsagbare umkreist: Die Stimme bleibt brüchig, direkt, verletzlich – eine Stimme, die nicht nach Glamour, sondern nach schonungsloser Wahrheit klingt.

TOP 5
Vessels of Love
Raz Ohara
https://www.youtube.com/watch?v=i5ISUccntQ4&list=RDi5ISUccntQ4
Raz Ohara ist ein dänischer Electronica-Musiker und Produzent, der bereits seit Mitte der 1990er Jahre in Berlin (Prenzlauer Berg) lebt und dort als DJ, Sänger und Klanggestalter aktiv ist. Seine Musik ist ein kaleidoskopischer Mix aus Dub, Soul, Jazz und elektronischen Elementen; Ohara verwendet dabei meist eigene Aufnahmen und instrumentale Loops, kombiniert mit experimentellem Sound-Design. Der Song „Vessel of Love“ stammt von seinem 2025 erschienenen Album Memories of Tomorrow. (What a title! Geht zurück auf ein Jazzsong von Keith Jarrett aus dem Jahr 1975.) Das Video nimmt uns mit in den Berliner Sommer, in der einzigen Stadt, in der man sein Leben lang Kind bleiben darf.

TOP 4
My Job ain’t done
Arrested Development
https://youtu.be/zL7WF7wYIaA

Arrested Development: Das Konzert des Jahres 2025! Im Club Volta in Köln.

Arrested Development ist 1988 in Atlanta entstanden als bewusster Gegenentwurf zum damaligen Gangsta-Rap.: Glaubwürdigkeit, Spiritualität und Engagement statt Glamour oder Ghetto-Klischees. Statt auf Härte und Klischees setzten sie auf Soul, Funk, Liebe und sozial-kritische Texte — ein bisschen wie HipHop mit Herz und Gewissen.
Mit My Job Ain’t Done melden sie sich 2025 zurück — als Teil ihres Albums Adult Contemporary Hip Hop. Der Song ein dringlicher Aufruf: Er reflektiert das Elend dieser Welt:
They’re sending checks to Ukraine
But they’re so inhumane
Cause the Russians keep bombing
And the globe keep warming
You walking out the store
They open fire without a warning

Der Job als Mission, der noch längst nicht erledigt ist. Das Gute daran: Es gibt auch in Zukunft  Musik von AD.

TOP 3
I see a Darkness
Anna Calvi & Perfume Genius

https://www.youtube.com/watch?v=57z_tFA52Xo&list=RD57z_tFA52Xo

I See a Darkness ist eine Cover Version des Bonnie “Prince” Billy. Musikalisch und textlich bewegt sich der Song zwischen minimalistischer Folk-/Americana-Ästhetik und existenzieller Düsternis. Themen sind Depression und existentielle Angst, die Begleitung schlicht, und die Stimme wirkt im Original brüchig, verletzlich. Man muss allerdings feststellen, dass man den Song nicht besser singen als Johnny Cash im Jahr 2000. Das merkte auch Bonnie Prince Billy, der fortan die Hintergrundgitarre bei Johnny Cashs Version spielt.
https://www.youtube.com/watch?v=JWnUItw1ElU&list=RDJWnUItw1ElU

Nun ist allerdings eine Version mit einem beeindruckenden Video erschienen, die neue musikalische und filmische Aspekte einbringt und durchaus bestehen kann. I See a Darkness  von Anna Calvi gemeinsam mit Perfume Genius, ist eine packende Nebelwolke aus dunklen Gedanken und existenzieller Sehnsucht. Die Stimmen der beiden verweben sich — Calvis rauchige, dramatische Gitarre trifft auf die zerbrechliche, zugleich ätherische Falsettstimme von Perfume Genius — und verwandeln das ursprünglich folkige, puristische Lied in eine cineastische, fast gotische Meditation über Nähe und Einsamkeit. Die Spannung zwischen Stimme und Gitarre, die subtilen Crescendi. Und die knapp unter der Oberfläche liegende Dunkelheit bricht durch gelegentlich durch – als Fuchs oder dunkler Typen. Die Frage, ob nicht Freundschaft, Nähe und Zugehörigkeit genug sind, um das Dunkel zu durchbrechen, bleibt offen.

TOP 2
Shine, Glow, Glisten
Emma Luise & Flume
https://www.youtube.com/watch?v=ipIUQVpiarE&list=RDipIUQVpiarE&start_radio=1

What a Trip! Like LSD. Emma Louise, die Australierin mit sanfter Stimme und Indie-Pop Herkunft, hat in der Vergangenheit — mit Alben wie vs Head vs Heart oder Supercry — bereits ein feines Gespür für melancholische Intimität gezeigt.   Wenn sie nun mit Flume zusammenkommt, wandert sie aus diesem schüchternen Salon in die funkelnde, klaustrophobisch-elektronische Welt eines Sounddesign-Meisters. Shine, Glow, Glisten legt genau dort an: Flume webt ein Gewirr aus glitchigen, unruhigen Trap-Beats und psychedelisch verzerrten Texturen — eine Art elektronischer Dschungel mit Herzrasen.   Emma Louise schwebt mit ihrer Stimme wie ein geisterhafter Gesang durch dieses Chaos; zart und doch entschlossen, so als wolle sie die rohe Energie sublimieren.

TOP 1
Tristesse
Zaho de Sagazan
https://youtu.be/LsYkbKovDZ0

What a Performance! Melancholie mit Mittelfinge! Zaho de Sagazan mischt französischen Chanson mit Elektro-Pop, garniert mit dunklem Synth-Sound und einer Stimme, die irgendwo zwischen rauchiger Bar und Neondisco liegt.  Mit Tristesse gab sie Ihren deutschen Fernseh-Einstand im Mai 2025 – mit dem Rundfunk Tanzorchester Ehrenfeld  im Neo Magazin Royale. Zaho de Sagazan Der Clash aus elegischem melancholischem Chanson und schneidender Elektronik macht „Tristesse“ zu mehr als einem traurigen Lied — es ist ein Statement gegen Verzweiflung, eine rebellische Feststellung: „Je deteste“ Auf neudeutsch „Fuck you“.  Und das ist in modernen Zeiten nicht das schlechteste Motto.

1. Halbzeit: 45 Minuten
Nachspielzeit: 5 Minuten

2. Halbzeit: 45 Minuten
Nachspielzeit: 8 Minuten

Verlängerung: 15 Minuten
Nachspielzeit: 2 Minuten

Verlängerung: 15 Minuten
Nachspielzeit: 3 Minuten
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Zwei Stunden und Achtzehn Minuten

Danke

Hier sind die TOP Music Tracks des Jahres 2024.

Wie immer äußerst subjektiv von Old Zone Boy & Meteorist Jan

 

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TOP 10 Sometimes, I Swear (The Vaccines)

Die britische Indie-Rock-Band The Vaccines liefert mit „Pick-Up Full of Pink Carnations“ ein Album, das so frisch und nostalgisch zugleich klingt, als hätten sich The Ramones und The Strokes gemeinsam im Proberaum verschanzt, um die ultimative Roadtrip-Playlist zu basteln.

Und dann ist da „Sometimes, I Swear“ – ein Song, der einen direkt auf den Highway katapultiert. Fenster runter, Musik auf Anschlag, das Gefühl von absoluter Freiheit – egal ob im Mercedes-Cabrio, 911er  oder Dacia Dokker. Wichtig ist nur: kein Stau & keine Geschwindigkeitsbegrenzung. (Da sind wir Wissing zu Dank verpflichtet.) Eine perfekte Hymne für alle, die sich gern in der Unendlichkeit der Straße verlieren.

Entsprechend heißt es im Song:

Sometimes, i swear, it feels like i don’t belong anywhere…
More gods than the greeks…

https://www.youtube.com/watch?v=R4VTfu95HHc

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TOP 9 Floating On A Moment (Beth Gibbons)

Als stilprägende Stimme der Trip-Hop-Band Portishead hat Beth Gibbons das Genre mit ihrer melancholischen, jazzigen und beinahe geisterhaften Gesangsästhetik nachhaltig geprägt. Diese eindringliche Melancholie durchzieht auch ihr erstes Soloalbum „Lives Outgrown“.

Mit „Floating On A Moment“ entfaltet Gibbons ihren typischen intimen, atmosphärischen Klangkosmos. Der Song lebt von minimalistischer Instrumentierung – Synthesizer, subtile Streicher und eine filigrane, fast entrückte Gesangsmelodie verleihen ihm eine schwerelose Anmutung. Das begleitende Video ist ebenso reduziert und verstärkt das Gefühl von Isolation und Endzeit.

Und die gute Nachricht: Auch als Solokünstlerin bleibt Beth Gibbons’ Musik zeitlos – dunkel, intensiv und tief berührend. Perfekt für Tage, an denen man sich fragt, ob es überhaupt noch Sinn macht, die Wohnung zu verlassen.

https://www.youtube.com/watch?v=ldrx0eSqV-E

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TOP 8 Alone (The Cure)

Mit „Songs of a Lost World“ haben The Cure im November 2024 ihr erstes Studioalbum seit 16 (!) Jahren veröffentlicht – und es ist ein großartiges, monumentales Werk. Acht ausladende Tracks widmen sich den großen Themen Vergänglichkeit, Verlust, Tod und der menschlichen Existenz.

Das Album, das am 1. November vor 3000 Zuschauern im Londoner Troxy vorstellt wurde, schlug ein wie eine Bombe. Es entfaltet eine dichte Klanglandschaft schrammelnder Gitarren; lange instrumentale Passagen erzeugen eine Atmosphäre intensiver Melancholie. Über allem schwebt Robert Smiths unverwechselbare eindringliche Stimme.

Ich muss zugeben: Ich war nie der größte The Cure-Fan. Zu sehr mainstream. Doch was die Band nun an Hymnen der Vergänglichkeit geschaffen hat, ist beeindruckend.

Schon beim Blick auf die Tracklist wird klar: Hier gibt es keine Hoffnung. Songs wie „Alone“, „And Nothing Is Forever“ und „A Fragile Thing“ „Endsong“ klingen wie ein verregneter Novemberspaziergang.
Eine gute Kritik des Albums findet sich hier:
https://apnews.com/article/cure-song-lost-world-album-review-5c94952a91e7bbde75d580ae8f4e0c27

Ich habe mich als TOP 8 für „Alone“ als Lyric-Video entschieden. Man braucht ein wenig Geduld. Robert Smith setzt erst nach 3:30 Minuten mit seinem Gesang ein. Doch das Warten lohnt sich – versprochen. Der Text auf den Punkt. Düster & sakral.

https://www.youtube.com/watch?v=sx9SVAtMkJM&list=RDsx9SVAtMkJM&index=1

Noch krasser ist der abschließende 10-minütige „Endsong“, dessen Titel kaum treffender gewählt sein könnte. Hier schrammeln sich die drei altgedienten Cure-Musiker mit ihren Gitarren in eine hypnotische Klangtrance. Erst nach sechseinhalb Minuten erhebt Robert Smith schließlich seine Stimme, um zu verkünden:
I’m outside in the dark – wondering how I got so old.
Und das wundern wir uns alle – spätestens seit die 6 vor unserem Alter steht. Dear Robert, willkommen im Club. Und dann folgt die ultimative Erkenntnis:
It’s all gone, it’s all gone, it’s all gone
No hopes, no dreams, no world

https://www.youtube.com/watch?v=8jCe5_mCsOg

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TOP 7 (1) What Now (Brittany Howard)

Bekannt als Frontfrau der Alabama Shakes hat sich Brittany Howard mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Blues, Soul, Rock und R&B auch als Solo-Künstlerin einen Namen gemacht. Irgendwo habe ich über sie gelesen: „Die vielleicht beste lebende Bluesrockerin.“

Brittany Howard ist eine dieser Musikerinnen, die man nicht einfach hört – man wird von ihr überrollt (kein Wunder bei ihren geschätzten 130 kg).
„What now“ strahlt einen entspannten, soulig-funkigen Groove aus. Im Song dreht es sich um die ewige Frage: „Was jetzt?“ (Oder auch: „Warum ist mein Leben ein Chaos und wieso hat mir das vorher niemand gesagt?“). Hier eine schöne Live-Performance des Songs in der Late Show.

https://www.youtube.com/watch?v=1fcIcOF-gRY

TOP 7 (2) It was the Moment (Michelle Gurevich)

Die russisch-amerikanische Musikerin Michelle Gurevich – eine meiner all-time favorites – ist eine brillante Texterin, die sich mit Liebe, Einsamkeit, Vergänglichkeit und der Absurdität des Lebens auseinandersetzt. Ihre Lyrics sind oft bitter, ironisch, aber gleichzeitig zutiefst berührend. Ihre Musik fühlt sich an wie eine russische Tragikomödie auf Vinyl – düster, lakonisch, aber irgendwie auch tröstlich.

Im Song It was the Moment fragt sie sich (und uns), worum es im Leben geht und was vom Leben bleibt… (tip: the answer is the title)

https://www.youtube.com/watch?v=0rAS0uPo_OQ

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TOP 6 Wild God (Nick Cave)

Der dunkle Poet liefert mit dem Album „Wild God“ ein weiteres düsteres Werk ab. Ein neuer Trauergottesdienst des apokalyptischen Propheten.
Nick Cave ist ein begnadeter Live Performer, ich habe ihn bislang 5 mal live gesehen – das erste Mal Mitte der 80er in der Zeche Bochum und das letzte Mal in den 2010ern auf der Reeperbahn.

Hier ist der Titeltrack „Wild God“ – gespielt in der Uber Arena in Berlin. Der Song beginnt mit markanten Piano-Klängen, die an frühere Werke wie „Jubilee Street“ erinnern, und entwickelt sich zu einem gewaltigen Gospel-Finale, das das so dramatisch ist, dass man unwillkürlich nach einem Kerzenleuchter (oder nach der Taschenlampenfunktion vom Smartphone) greifen will. Wild God“ ist für alle, die wissen wollen, wie es klingt, wenn ein düsterer Prophet das Ende der Welt zelebriert.

https://www.youtube.com/watch?v=KJQwoMrGWd8

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TOP 5 Whispers In The Echo Chamber (Chelsea Wolfe)

Chelsea Wolfe ist so etwas wie die Hohepriesterin der musikalischen Dunkelheit – eine Künstlerin, die es geschafft hat, Schönheit und Schrecken in einem einzigen Atemzug zu vereinen. Wer sie einmal gehört hat, weiß: Hier ist nichts nett. Hier ist alles tief, schwer und irgendwie mystisch.

„Whispers in the Echo Chamber“ klingt genau so, wie man es sich vorstellt: Ritualhafte Drums, düstere Gitarren und eine Stimme, die irgendwo zwischen flüsterndem Geistermädchen und sirenenhaftem Kataklysmen-Gesang pendelt.

Kopfhörer auf, Kerzen an, und abtauchen in eine düstere Welt:

https://www.youtube.com/watch?v=L0o2GraeMlo

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TOP 4 Common Loom (Xiu Xiu)

Xiu Xiu ist eine emotionale Abrissbirne. Wer ihre Musik hört, hat entweder einen exquisiten Geschmack oder ist gerade mitten in einer künstlerisch wertvollen Identitätskrise. Seit 2002 liefert Jamie Stewart Avantgarde auf Steroiden, irgendwo zwischen Post-Punk, Noise, Industrial und der akustischen Repräsentation einer nervlichen Kernschmelze.

„Common Loon“ ist ein Song, der so verstörend ist, dass er problemlos als Soundtrack für ein Arthouse-Horror-Drama durchgehen könnte. Elektronisches Chaos trifft auf fragile Melodien, düstere Akustik trifft auf ohrenbetäubenden Wahnsinn – es ist wunderschön, es ist grausam, es ist Xiu Xiu. Einer meiner all-time favs.

Das Musikvideo? Trash pur. Sieht aus wie das Fiebertraum-Homevideo eines Vogelkundlers, der zu lange allein im Wald war. Aber genau das macht es so großartig. Der Common Loon, auf den sich der Songtitel bezieht, ist ein Vogel mit sehr klagenden Rufen, der als Symbol für Einsamkeit und die unerfüllte Sehnsucht nach Verbindung dient.

https://www.youtube.com/watch?v=9jgeZ6NDcBE

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TOP 3 Grace (Mila Mar)

Mila Mar ist eine deutsche Band, die Ethereal Wave, Darkwave & Tribal Sounds zu einer hypnotischen Klanglandschaft verwebt.

„Grace“ ist die dritte Singleveröffentlichung aus ihrer Chronologie „Songs from the other Side“. Es ist ein  hypnotischer, düster-schöner Soundtrack zum Untergang der Welt, untermalt von rollender Percussion und einem Gesang, der klingt, als hätte sich ein orientalischer Priester in einer gotischen Kathedrale verirrt. Unsere Erde, verstanden als Mutter allen Lebens, ist erkrankt und leidet.
See my earth is down.
She is on fire.
She is burning.“

Grace will Kraft spenden, mit rollender Percussion, mit orientalisch anmutenden Gesangn den Weg der Zerstörung aufhalten und Hoffnung schaffen.

https://www.youtube.com/watch?v=qA5TNwUN6_Y

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TOP 2  GODMOTHER (Noga Erez feat. Eden Ben Zaken)

Die israelische Künstlerin Noga Erez zählt zu den spannendsten Stimmen des modernen elektronischen Art-Pop. Mit ihrem einzigartigen Sound, der Hip-Hop-Einflüsse, experimentellen Pop und treibende Elektronik vereint, hat sie sich international einen Namen gemacht. Neben ihrer musikalischen Innovationskraft engagiert sie sich auch politisch – vor allem auch gegen Netanjahu – und setzt sich für eine Versöhnung mit den Palästinensern ein.

Für „GODMOTHER“ holt sie sich die marokkanisch-israelische Sängerin Eden Ben Zaken an Bord– eine Sängerin, die das mit der Stimme aufdrehen so gut beherrscht, dass sich Opernhäuser freiwillig verneigen würden. Was passiert also, wenn eine elektronische Innovatorin auf eine Opernstimme trifft? Ganz einfach: Ein Song, der klingt, als würde der Soundtrack zu einem epischen Sci-Fi-Blockbuster und ein Opernchor gemeinsam in den Krieg ziehen.

Bei „GODMOTHER“ geht es um Isolation, Entfremdung und die Suche nach Zugehörigkeit in einer zerrissenen Welt: Mommy from the desert, Daddy from the snow / And I am everywhere cause I got nowhere to go.

Dramatische Orchesterparts? Check.
Treffende politische Botschaft? Check.
Ein Refrain, der dich packt und erst nach drei Tagen wieder loslässt? Doppel-Check.

https://www.youtube.com/watch?v=b8ZIWf3t2QE

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TOP 1 Like the End (James Blake)

James Blake ist einer faszinierendsten und innovativsten Grenzgänger der zwischen experimenteller Elektronik und gefühlvollem R&B Songwriting. Er arbeitete mit Künstlern wie Beyoncé, Frank Ocean, Bon Iver, Travis Scott, Jay-Z und Kendrick Lamar zusammen. Vor allem in der Electronic Music und im R&B-Bereich ist sein Sound immer wieder zu hören – seine Fähigkeit, elektronische Elemente mit organischem Songwriting zu verbinden, hat neue Standards gesetzt.

Und wer hat schon Zeichen & Ausprägungen unser aller Ende so wunderschön in Szene gesetzt und besungen?

https://youtu.be/sglbIVO9IQQ?si=prpxSIU6Pf8tgvUE

TOP 10

Music/Videoclips 2023 (First half)

Schon wieder das halbe 2023 rum, Zeit für die TOP 10 der ersten sechs Monate. Mit Metallica, Iggy Pop und Depeche Mode kommen im ersten Halbjahr echte Klassiker mit neuen Alben um die Ecke. Iggy und DP schaffen es in die TOP 10, Metallica nicht.

Zuvor eine kurze persönliche Bemerkung: Für mich ist alles, was jetzt noch kommt, Extra Time. Zwar ist, um mit Mark Twain zu sprechen „die Nachricht von meinem Tod stark übertrieben„. (Zitat von ihm, noch quicklebendig, als Zeitungen bereits Nachrufe über ihn verfassten). Aber es war knapp, meinte der Chefarzt, 2-3 Tage später zum Arzt und ich wäre wohl mit einem Zettel am Fuß aus der Klinik geschoben worden.

Daher in der TOP 10 noch mehr Fokus (als ohnehin) auf Verschwinden, Vergänglichkeit in den Texten, in den Clips.

Und Vögel gehen ohnehin immer in meinen Charts, so vielfältig in ihrer Symbolik …

 

Platz 10

Bird (Katatonia)

Der erste Bird-Song in der TOP 10 ist von Katatonia. Die Band der schwedischen Dark Metaller existiert bereits seit etwa 3 Dekaden. Das neue Album „Sky Void Of Stars“ – Anfang 2023 veröffentlicht – ist auch für Alternative- und Indie-Freunde sehr gut hörbar. Im melancholischen sterne-leeren Himmel fliegen die Vögel. Sind wir mutig genug, ihnen zu folgen? Um Vorahnungen über die andere Welt, die andere Seite des Himmels zu bekommen?

Is the heart brave enough yet?

Uncover the sky and show me the birds.

They rise.

Premonitions of the other side. 

Platz 9

Flowers (Miley Cyrus) 

Ist der Karpe senil geworden? Miley Cyrus in den TOP 10. Was soll das? Will der uns verarschen?

Nein, liebe Freunde, der Song ist gut. Aber das ist nicht der Grund für Platz 9. Sondern die Story der so vergänglichen Liebe. Flowers ist die trotzige Abrechnung mit ihrem fremdgehenden (nunmehr Ex-) Mann Liam. Sie knüpft musikalisch an „When I Was Your Man“ von Bruno Mars an – der Song, den der Ex Miley an ihrer Hochzeit gewidmet hat. Aber während Bruno sich wimmernd wünscht, er hätte seiner Liebsten Blumen mitgebracht und nach ihrer Hand gegriffen, dreht Miley den Text um: Die Blumen kann sie sich selbst kaufen und die Hand halten ebenso… And remember: Selbstliebe ist der Beginn einer lebenslänglichen Leidenschaft (Oscar Wilde).

I can buy myself flowers / Write my name in the sand

Talk to myself for hours / Say things you don’t understand

I can take myself dancing / And I can hold my own hand

Yeah, I can love me better than you can.

Und wer ein Fitness Tutorial sucht, wird auch fündig.

Platz 8

Silenceland (Annakin)

Die Schweizerin Annakin zählt auch schon beinah 50 Jahre. Und das ist ja das Drama: Man merkt, dass man wirklich alt geworden ist, wenn uns sogar Leute, die jünger sind als wir, alt erscheinen. Jedenfalls tanzt sie als Alien-Braut am Beach und nimmt uns mit in eine windige außerirdisch-mythische Gegenwelt: Silenceland. Und wie lautet noch Wittgensteins letzter Satz aus dem tractatus philosophicus: Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen.

Oder eben singen und tanzen.

This is where we stand 

This is Silenceland

It is what it is.

Und wer, der in seiner Schulzeit nicht von Erich Fried verschont worden ist, erinnert sich hier nicht an dessen wohl berühmteste Zeile: Es ist, was es ist, sagt die Liebe.

Platz 7

Strung Out Johnny (Iggy Pop) 

Wenn es ein Wesen gibt, das die Unvergänglichkeit verkörpert, dann er: der unkaputtbare Godfather des Punk – Iggy. Seine Teammates Lou und David hat er schon Jahrhunderte überlebt. Pünktlich zu den heiligen drei Königen dieses Jahres veröffentlicht der Unverwüstliche sein 21. Soloalbum (ohne Stooges). Strung Out Johnny sehe ich als Rückblick auf sein Leben als Junkie:

God made me a junkie

But Satan told me so

Und diese Zeilen des Songs könnten in jeden Drogenunterricht integriert werden.

First time, you do it with a friend

Second time, you do it in a bed

Third time, you can’t get enough

And your life gets all fucked up

 

Platz 6

If You Want Me (Marketa Iglova) 

Wow. What a Love Story! Marketa Iglova und Glen Hansard. Marketa lernte den irischen Straßenmusiker Glen Hansard in den 2000ern kennen und lieben. Ein ungleiches Paar, er von den lärmigen Dubliner Straßen, sie als reine Studienmusikerin von musikbegeisterten Eltern bereits als Kind mit Piano und Gitarre erzogen.

2006 kamen sie zusammen und machten das Album „Swell Seasons“, auf dem der Song „If You Want Me“ zu finden ist. Dieser Song ist nun vor ein paar Wochen als Fotoalbum veröffentlicht worden.

Die Love Story in dem Clip ist kitschig-schön. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die beiden lange wieder getrennt sind. Wieso sollte es Musikerpaaren anders gehen als dem Rest der Welt? Das macht für mich die Love Story umso schöner, weil vergänglich. Und was wäre denn eine Liebe ohne Vergänglichkeit? Wahrscheinlich irgendetwas wie das Konzept Gott. Ich glaube aber eher an das Konzept der Vergänglichkeit, da bin ich mir wenigstens sicher, dass es existiert.

Oder wie es Zarko Petan, der slowenische Aphoristiker sagte: Was die Vergangenheit betrifft, bin ich Optimist.

 

Platz 5

Pretty Bird (Raz Ohara) 

Der dänische Wahl-Berliner, mittlerweile auch schon seit 29 Jahren im Prenzlauer Berg ansässig, ist seit 1999 als DJ, Sänger und Musikproduzent tätig. Nach einigen Experimental-Ausflügen ist er nun zurück zu seinem guten alten knarrenden Electrosound. Der Pretty Bird jedenfalls knarrt und fiept und quietscht und zieht einen langsam sicher in seinen Bann. Und was verkörpert der schöne Vogel?

Pretty Bird descending …

Crawling across my Shoulder

to remind me, I’m free

Platz 4

Instability: Closer Than You Will Ever Be (UNKLE)

Der britische Electronica James Lavelle aka UNKLE  ist auch schon uralt, nämlich 49. Und er weiß um das Umsonst aller Dinge: Sunset. Umarmung. Flüchtig. Vergänglichkeit. Und die leitmotivische Zeile:

Our enemy is closer than you will ever be

geht in die Knochen und tief ins Herz.

Platz 3

Ghosts Again (Depeche Mode) 

Das am 24. März dieses Jahres veröffentliche Album „Memento Mori“ von Depeche Mode ist ein Abschiedsgruß an Gründungsmitglied Andrew „Fletch“ Fletcher, der im Mai 2022 im Alter von 60 Jahren verstarb. Der Song „Ghost Again“ ist eine tanzbare Ermahnung, die Zeit auf Erden sinnig zu nutzen.

Im Video sieht man Dave Gahan und Martin Gore vor Großstadtkulisse an einem überdimensionierten Schachbrett – in Schwarz und mit Kapuze bekleidet. Ihre Gehstöcke haben sie angelehnt, sodass die Kamera auch über die Totenköpfe schwenken kann, die ihre Gehstöcke zieren.

Die Grundidee ist aus Ingmar Bergmans legendärem Film Das siebente Siegel aus dem Jahr 1957. Ein Ritter, der vom Kreuzzug heimkehrt und mit seinem Glauben ringt, trifft auf den Tod, der ihm das Ende seiner Lebensspanne eröffnet. Doch der Ritter erwirkt einen Aufschub: Solange der Tod ihn nicht im Schachspiel geschlagen hat, darf er weiterleben.

Für das morbide Video, sämtliche Cover-Artworks und die neuen Bandfotografien zeichnet wieder Anton Corbijn verantwortlich, der als langjähriger Vertrauter die legendäre Karrierephase der Briten ab 1986 in Szene setzte.

Alles geht zu Ende. Das Spiel wird nicht ewig gehen. So what? Let’s dance until…

Heaven’s dreaming

Thoughtless thoughts, my friends

We know we’ll be ghosts again

Faith is sleeping

Lovers in the end

Whisper we’ll be ghosts again

Platz 2

The Stars Align (Jay-Jay Johanson)

Der schwedisch-britische Singer-Songwriter Jay-Jay Johanson ist bekannt für seinen schwer melancholischen Sound. Ein Vorbild für seine Stimme ist nach seinem Bekunden der legendäre Jazzposaunist und -sänger Chet Baker. Seine Musik bewegt sich zwischen Trip-Hop-Genre, Electro und Jazz. So wie dieser Song auf seinem im Juni releasten Album „Fetish“.

 

Platz 1

Milk & Honey (Mick Harvey & Amanda Acevedo)  

Kaum jemand – auch nicht Blixa Bargeld – hat so lange mit Nick Cave zusammengearbeitet wie der Australier Mick Harvey. Erst bei den Boys Next Door, dann bei den legendären Band The Birthday Party. Harvey und Cave bildeten dann 1983 Nick Cave und The Bad Seeds. Harvey blieb 26 Jahre bei den Bad Seeds bis zu seinem Ausscheiden 2009.

Für das Album „Phantasmagoria In Blue“ arbeitet er zusammen mit der in San Luis Potis lebenden mexikanischen Sängerin und Filmemacherin Amanda Acevedo zusammen. Das Album ist ein 14 Titel umfassendes Duett-Album, auf dem Harvey und Acevedo alten Stücken neues Leben einhauchen, sei es dergestalt, dass sie sich existierende Duette zu eigen machten, sei es, dass sie Lieder, die nie als Duette gedacht waren, als solche umarrangierten, manche Stücke dazu aus dem Spanischen übertrugen, andere auf Spanisch sangen – und zusätzlich einige Eigenkompositionen aufnahmen.

Thematisch befasst sich das Album mit den immerwährenden Themen der Sterblichkeit, der Liebe, des Rätselhaften und Mythischen und der Suche des Menschen nach Sinn. Ein üppiges und mitreißendes Album voller überbordender Fantasie und Sinnlichkeit, mit der es Songs von so unterschiedlichen Künstlerinnen wie Tim Buckley, Luis Eduardo Aute, Sibylle Baier, Silvio Rodriguez und Pat Benatar neu interpretiert.“ (Vgl. https://www.flight13.com/mick-harvey-amanda-acevedo-phantasmagoria-in-blue-cd-lp-vinyl/149793)

Platz 1 ist ein alter Jackson-Frank-Song: Milk & Honey.

Sunset, Beach, Dog, Hot Mexican Girl – mehr Paradies geht nicht. Aber wir ahnen es auch hier: Vergänglichkeit. Paradise lost

Autumn’s leaving and winter’s coming

I think that I’ll be moving along

I’ve got to leave her and find another

I’ve got to sing my heart’s true song

 

„Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und C-Beams, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit,
wie Tränen im Regen.“

Nathaniel Barlam is creating Musical Comics:
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Lisa

28. April 1958 – 8. Januar 2015

Ich bin unsagbar traurig.

Seit der Umgestaltung des Hansaplastes in Hamburg gibt es dort keine Sitzbänke mehr. Jetzt wird das für einen Moment geändert. Am Sonntag kommen die Velourbanomics.

Ein Velourbanomic ist ein Fahrrad mit Sitzgelegenheit. Zwischen dem Vorder- und Hinterrad ist eine Bierbank montiert.